Hedwig Hintze-Gesellschaft
für historische Forschung und Bildung Bremen e.V.
und Hedwig Hintze-Institut Bremen

Forschungsinstitut und Geschäftsstelle der Hedwig Hintze-Gesellschaft für Historische Forschung und Bildung e. V. Bremen

c/o Universität Bremen FB 8

Geschäftsführung: Dr. Elisabeth Dickmann

Gesamtleitung: Dr. Eva Schöck-Quinteros

Die Gründung des HHI

Im Jahr 1996 gründeten WissenschaftlerInnen und StudentInnen der Univeristät Bremen die Hedwig Hintze-Gesellschaft für historische Forschung und Bildung und deren Forschungsstelle, das Hedwig Hintze-Institut. Ziel des Vereins war und ist die Erforschung des Lebens und Wirkens dieser bedeutenden Historikerin, die als erste Frau in Deutschland eine Privatdozentur für Geschichte an der Berliner Universität innehatte, wegen ihrer jüdischen Herkunft aber 1933 ausgeschlossen wurde. Sie erlitt das Schicksal vieler WissenschaftlerInnen in der Emigration, aber sie entrann dem Nazi-Terror nicht, sondern starb unter mysteriösen Umständen 1942 in Utrecht. Ihr Werk war lange Jahre verschollen und vergessen, erst seit etwa 20 Jahren wird vereinzelt danach geforscht. Verschiedene Tagungen, die wir in Bremen veranstalten konnten, zeigen den aktuellen Forschungsstand zum Leben und Werk dieser zu Unrecht vergessenen bedeutenden Historikerin.

Das HHI Bremen hat sich zur Aufgabe gesetzt, alle denkbaren Spuren ihres Lebens zu verfolgen und ihr Werk zu dokumentieren, wobei wir mit einer Personal-Bibliographie, die inzwischen aktualisiert wird, begonnen haben. Zu verschiedenen Anlässen, u.a. einer Ausstellung über die Anfänge des Frauenstudiums, konnten wir an die Privatdozentin Dr. Hedwig Hintze, eine der bedeutendsten Frankreichexpertinnen der deutschen Geschichtswissenschaft, erinnern.

Eine Textedition schwer zugänglicher Aufsätze Hedwig Hintzes ist in Arbeit.

Unser Forschungsinteresse gilt über diesen Aspekt hinaus auch dem Schicksal anderer Wissenschaftlerinnen, die wegen der NS-Rassenpolitik und aus politischen Gründen Deutschland in den Jahren 1933-1945 velassen mussten.

Daneben bemüht sich die Hedwig Hintze-Gesellschaft, junge WissenschaftlerInnen zu fördern, indem sie ihnen Gelegenheit zu Vorträgen, Publikationen und Mitarbeit bei Forschungsaufgaben gibt. Das geschieht bei Tagungen, Projekten und mit Hilfe einer eigenen Schriftenreihe, die derzeit im trafo-Verlag Berlin erscheint. Herausragende Abschlussarbeiten können dort publiziert werden.

Finanzielle Unterstützung, wie Reisezuschüsse und Druckkostenzuschüsse, können zur Zeit nicht gewährt werden.

Besonders wichtig ist uns die Kooperation mit anderen Institutionen wie der Landesfrauenbeauftragten Bremen, dem Staatsarchiv Bremen, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, der Deutsch-Italienischen Gesellschaft, dem Archiv der deutschen Frauenbewegung Kassel, der Louise Otto-Peters - Gesellschaft Leipzig u.a.

Der Vorstand der Hedwig Hintze-Gesellschaft bestimmt eine Geschäftsführerin des Instituts, zur Zeit wird diese Funktion von Dr. Elisabeth Dickmann, ehem. Univ. Bremen, wahrgenommen.